Historie

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Historie

Die Gründung der Gemeinnützigen Baugesellschaft Meinerzhagen im Jahre 1925 war ein Ereignis von großer Tragweite für Meinerzhagen und seine Bürger. Die damalige Gemeinde und einheimische Unternehmer vollbrachten mit diesem Schritt eine große Leistung sowohl für den Wohnungsbau zugunsten breiter Bevölkerungsschichten als auch für die Entwicklung des Gemeinwesens von einem beschaulichen Dorf zu einem modernen Mittelzentrum.

Mietwohnungsbau in den Anfangszeiten der MBG

Dem Gemeinwohl verpflichtet in der Weise, dass für breite Bevölkerungsschichten preiswerte und zweckmäßig eingerichtete Mietwohnungen zur Verfügung gestellt und auch die Bildung von Wohneigentum gefördert wurden, war bereits die 1904 gegründete "Gemeinnützige Baugenossenschaft". Sie bestand bis 1924, ehe es aus ihren Reihen die Initiative zur Bildung einer "Gemeinnützigen Baugesellschaft" gab.

Im Jubiläumsjahr 2000 hält die MBG im Bereich des Mietwohnungsbaus 1 800 Wohneinheiten (WE) vor. Bei einer durchschnittlichen Belegung mit 3 Bewohner je WE leben in den Häusern der MBG rund 5500 Menschen.

Von 1925 bis heute wurden unter der Regie der Baugesellschaft annähernd 3500 Wohnungen (WE) errichtet. Viele dieser Wohnungen sind in privates Eigentum übergegangen. Dies ist ein durchaus beachtlicher Beitrag zur Eigentumsbildung für breite Bevölkerungsschichten.

Neben ihren bedeutenden Leistungen im Mietwohnungsbau hat die Meinerzhagener Baugesellschaft in den Jahrzehnten seit ihrer Gründung auch einen großen Beitrag zur Schaffung von Wohneigentum geleistet. Vor allem durch die Bodenvorratspolitik der Gesellschaft konnten auch in Zeiten eines sprunghaften Wachstums preisgünstige Grundstücke für private und auch öffentliche Bauvorhaben bereitgestellt werden.

Die Gesellschaft leistete ebenfalls einen Beitrag zur Wirtschaftsförderung, indem sie für gewerbliche und industrielle Bauvorhaben Grundstücke an Interessenten entwickeln und verkaufen konnte. Bis heute wurden von der Baugesellschaft weit über 2 Millionen Quadratmeter Grundstücksflächen veräußert.

Das Engagement wurde stets auf die Verpflichtung für die Allgemeinheit ausgerichtet. Daran änderte auch nichts die 1990 in Kraft getretene bundesgesetzliche Neuregelung für gemeinnützige Wohnungsbauunternehmen, die zu einer Umwandlung in eine steuerpflichtige Kapitalgesellschaft führt. Aufgrund dieser Änderung bekam das Unternehmen eine neue Bezeichnung: Es heißt fortan Meinerzhagener Baugesellschaft mbH.

Der vom Rat der Stadt Meinerzhagen in 1999 verabschiedete Flächennutzungsplan gibt für die Meinerzhagener Baugesellschaft weitere Zielvorgaben für die künftige Bautätigkeit vor. Die schon in der Vergangenheit gepflegte und bewährte enge Zusammenarbeit zwischen der Stadt als Trägerin der Planungshoheit und dem heimischen Wohnungsbauunternehmen wird fortgesetzt.

Auch dabei erweist sich die von der Baugesellschaft betriebene Bodenvorratspolitik als vorteilhaft für die städtebauliche Gesamtentwicklung Meinerzhagens. Verfahren wird nach dem bewährten Prinzip, dass erwirtschaftete Gewinne wieder in den Ankauf von Grund und Boden angelegt werden und auf diese Weise Vorsorge getroffen werden für kommende Jahre. Zugleich wirkt sich dieses Vorgehen preisregulierend aus und verhindert so eine womöglich ungezügelte Explosion der Grundstückspreise mit entsprechende schädlichen Einflüssen auf Eigentumsbildung und Baukonjunktur.

Die MBG mit ihrem Team von 25 Mitarbeitern in der Kernverwaltung versteht sich als ein modernes Dienstleistungsunternehmen im gesamten Bereich des Wohnungsbaus und der Baulandentwicklung. Entsprechend breit gefächert sind ihre Dienstleistungen, die längst sehr viel mehr beinhalten, als Vermieter und Verwalter von Mietwohnungen zu sein: Der Verkauf von Grundstücken, Eigentumswohnungen und Häusern für verschiedene Bevölkerungsgruppen, hier insbesondere auch für Senioren sowie weitere Aktivitäten im Bereich des Mietwohnungsbaus gehören dazu. Und besonderer Wert wird auf die beständige Modernisierung und die Bestandspflege gelegt.

Quelle:
vgl. Horst v. Hofe, 75 Jahre Meinerzhagener Baugesellschaft